Ausstellung der Stadtteildokumentation vom 18.4.-21.4.13

Zu sehen sein werden Bilder von Fürstenlager,  Bergkirche und  Ludwigstraße.

Am Donnerstag, d. 18.4., um 19:00 findet die Vernissage im Bürgerhaus Kronepark statt.

Am Freitag, d.19.4.,  ist die Ausstellung von 14-19:00 Uhr

am Samstag von 10-19:00 Uhr

am Sonntag von 10-18:00 Uhr jeweils  im Bürgerhaus Kronepark geöffnet.

Die Stadtteildokumentation Auerbach lädt wieder zu einem Spaziergang durch die Geschichte des Luftkurorts ein. Die Ausstellung, die am 18. April im Bürgerhaus Kronepark eröffnet wird, konzentriert sich auf das Fürstenlager, die Bergkirche und die Ludwigstraße.

Damit verspricht die neunte Auflage einen besonderen Akzent zu setzen. Sie umkreist eine typische Route vieler Sonntagsspaziergänger und öffnet die Augen für eine neue Sicht und für eine sensiblere Wahrnehmung.

Der Rundgang durch die „Bilderwelt“ zeigt in über 400 Fotos und Dokumenten selbst im allseits bekannten Fürstenlager auch kleine Juwelen, die nicht im Blickfeld von Besuchern der ehemaligen adeligen Sommer-Residenz stehen. Das idyllische Kleinod bot Raum für Kultur. Schon Anfang der 30er Jahre wurden hier bekannte Theaterproduktionen gezeigt.

Die „Tour de Fürstenlager“ führt zur Grotte, zum Luisen-Denkmal und zur Eremitage und setzt sich über den Höhenweg vorbei an der Ludwigslinde und dem Freundschaftstempel bis zur Bergkirche fort. Weitere Stationen sind die russische Kapelle, die wegen „Ungeziefers“ abgerissen werden musste, und das ehemalige Teehaus.

Die Ludwigstraße mit ihren abzweigenden Gassen entstand Ende des 19. Jahrhunderts.

Am Fuße der Höhen siedelten sich Bauernhöfe, Gärtnereien und eine Vielzahl an Geschäften und Gewerbebetrieben an: Gemischtwarenhandel, Fotoatelier, Wäscherei und Bäckerei.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Ausstellung auf Karl Richard Ris, der sich im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 besondere Verdienste erworben hatte. In seinem Haus am Hochzeitsweg lebte er seine Künstlernatur aus und widmete sich der Musik und Malerei. Einige seiner Exponate sind noch erhalten.

Seine Tochter* Tilla Ris leitete im Zweiten Weltkrieg als Hilfsschwester das Lazarett im Hotel Weigold. Älteren Auerbacher Bürgern ist sie sicherlich noch in Erinnerung.

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 12.04.2013

*Kleine Korrektur von seiten der Stadtteildokumentaristen: Tilla Ris war die  Ehefrau von Karl Richard Ris und nicht seine Tochter. Außerdem hatte sie im 1. Weltkrieg als Hilfsschwester das Lazarett im Hotel Weigold geführt und nicht  im 2. Weltkrieg .

Am 30.3. berichtete der Bergsträßer Anzeiger noch ausführlicher:Fürstenlager_Neu

Fürstenlager Bensheim-Auerbach (Copyright Bergsträßer Anzeiger und Neu)

AUERBACH. Die Stadtteildokumentation lädt wieder zu einem Spaziergang durch die Geschichte des Luftkurorts ein. Die diesjährige Ausstellung, die am 18. April im Bürgerhaus Kronepark eröffnet wird, konzentriert sich auf das Fürstenlager, die Bergkirche und die Ludwigstraße.

Damit verspricht die neunte Auflage einen besonderen Akzent zu setzen. Sie umkreist eine typische Route vieler Sonntagsspaziergänger und öffnet die Augen für eine neue Sicht und für eine sensiblere Wahrnehmung.

„Drecksbau“ auf Pfählen

Der Rundgang durch die „Bilderwelt“ zeigt in über 400 Fotos und Dokumenten selbst im allseits bekannten Fürstenlager auch kleine Juwelen, die nicht im Blickfeld von Besuchern der ehemaligen adeligen Sommer-Residenz stehen. Der Fremdenbau, der in Auerbacher „Mundart“ als „Drecksbau“ galt, zeichnet sich durch eine besondere Konstruktion aus.

Er steht auf Eichenpfählen. Im langgestreckten Küchentrakt sorgte seinerzeit eine Kegelbahn für Zeitvertreib. Die ehemalige Konditorei diente über Jahrzehnte hinweg als Jugendherberge. Die Ausstellung erinnert zudem an den Hof- und Theatermaler Ernst-August Schnittspahn, dem 1872 nach 50 Dienstjahren das Ritterkreuz II. Klasse des Ludwigsordens verliehen wurde.

Das idyllische Kleinod bot Raum für Kultur. Schon Anfang der 30er Jahre wurden hier bekannte Theaterproduktionen gezeigt.

Die „Tour de Fürstenlager“ führt zur Grotte, zum Luisen-Denkmal und zur Eremitage und setzt sich über den Höhenweg vorbei an der Ludwigslinde und dem Freundschaftstempel bis zur Bergkirche fort. Weitere Stationen sind die russische Kapelle, die wegen „Ungeziefers“ abgerissen werden musste, und das ehemalige Teehaus.

„Es steht ein Baum im Odenwald“ – in seinen romantischen Gedichten setzte der bekannte Dichter Ernst Pasqué der Natur ein Denkmal. Ihm ist vor der Friedhofsmauer mit Blick auf das Hochstädter Tal ein Platz gewidmet.

Eigenbrodt-Brunnen

Der Eigenbrodt-Brunnen, nach Entwürfen des Architekten Heinrich Metzendorf und vom Künstler Scholl aus gelbem Sandstein mit Rautenverzierungen 1910 gebaut, erinnert an den ehemaligen Pfarrer und Vorsitzenden des Verschönerungs- und Kurvereins Auerbach.

Die Bergkirche hat eine lange Geschichte. Als einziges greifbares Datum für den Bau steht 1479 fest. Die Jahreszahl ist am spätgotischen Gewände eingehauen. Allerdings deutet die alte Bausubstanz an der Südwand darauf hin, dass sie bereits in der romanischen Zeit bestanden haben muss.

Im Inneren kann das Gotteshaus mit schönen Juwelen aufwarten. Dazu zählen die Kirchentür aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die auf Betreiben von Wilhelm Busch vom Kirchenvorstand in den 70er Jahren restauriert wurde, die Glocken oder das Triumphkreuz aus der Spätrenaissance. Der Weg führt über die Wolfsschlucht in die Ludwigstraße. „Mag lauern und trauern wer will hinter Mauern, ich fahr in die Welt“ mag dem Wanderer die Inschrift auf dem Scheffel-Platz Motivation zum Aufbruch geben.

Der Ort ruft die revolutionäre Zeit im 19. Jahrhundert in Erinnerung, in der der Schriftsteller Dr. Joseph Victor Scheffel rettenden Unterschlupf im Parkhotel Krone fand.

Gewerbe in der Ludwigstraße

Die Ludwigstraße mit ihren abzweigenden Gassen entstand Ende des 19. Jahrhunderts.

Am Fuße der Höhen siedelten sich Bauernhöfe, Gärtnereien und eine Vielzahl an Geschäften und Gewerbebetrieben an: Gemischtwarenhandel, Fotoatelier, Wäscherei und Bäckerei.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Ausstellung auf Karl Richard Ris, der sich im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 besondere Verdienste erworben hatte. In seinem Haus am Hochzeitsweg lebte er seine Künstlernatur aus und widmete sich der Musik und Malerei. Einige seiner Exponate sind noch erhalten.

Seine Tochter Tilla Ris leitete im Zweiten Weltkrieg als Hilfsschwester das Lazarett im Hotel Weigold. Älteren Auerbacher Bürgern ist sie sicherlich noch in Erinnerung. Heute wohnen in dem Quartier die Sängerin Deborah Sasson und der Schauspieler Walter Renneisen. moni

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 30.03.2013

Stadtteildoku AuerbachMitglieder der Stadtteildokumentation Auerbach (von links): Günther Volk, Gerhard Lützkendorf, Fritz Krauß, Udo Lang, Erhard Mathisiszik, Heidemarie Kilian,  Sieglinde Rindfleisch, Anja Männer, Hannelore Volk, Alexander Klemm  (Copyright Bergsträßer Anzeiger und OH)

Das Fürstenlager bei Kulturdenkmäler in Hessen

Die Bergkirche bei Kulturdenkmäler in Hessen

Die Ludwigstraße bei Kulturdenkmäler in Hessen

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