125 Jahre Feuerwehr: Früher und heute

JUBILÄUM: Interessanter Vortrag von Andreas Brückmann

Knüpft die Feuerwehr von heute an die Traditionen vor 125 Jahren an – oder hat die Organisation mit ihrem Vorgänger so viele Gemeinsamkeiten wie Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Otto von Bismarck, Reichskanzler des Deutschen Kaiserreiches? Andreas Brückmann, junger Feuerwehrmann, spürte der Chronik nach, und durchforstete alte Akten und Protokolle, um ein Bild der Institution zu entwerfen. Die Ergebnisse stellte er zu einer Präsentation zusammen, die bewies, wie spannend Geschichte sein kann, wenn einzelne Knoten zu einem großen Ganzen gebunden werden. Er füllte die Zeit von 1890 bis 2015 mit markanten Eckpunkten, die durchaus eine Kontinuität erkennen lassen.

Mit vereinten Kräften

Der Brandschutz in Auerbach war schon immer eine Gemeinschaftsaufgabe aller Bürger. Wenn es brannte, wurde mit vereinten Kräften gelöscht. Schon 1840, 50 Jahre vor der Geburt des Feuerwehrvereins, wurde in Auerbach eine Feuerspritze eingesetzt. Die Anfänge des Brandschutzes in Auerbach (Link zu einer pdf-Datei von Andreas Brückmann) Im Laufe der Zeit machten sich Bestrebungen breit, die Aufgabe in feste Strukturen zu fassen. 1882 gab es einen ersten Versuch zu einer Vereinsgründung, der allerdings versandete. 1890 folgte ein weiterer, der jetzt aber in die Gründung der Turner-Feuerwehr mündete. Die ersten Einsätze (Link zu einer pdf-Datei von Andreas Brückmann) Dass sich Feuerwehren aus Sportvereinen heraus bildeten, war laut Brückmann nichts Ungewöhnliches. Die Mitglieder brachten eine gewisse sportliche Fitness ein, ein Kriterium, das der Referent auch in der heutigen Wehr wiedererkennt. Wer etwa Atemschutzgeräteträger ist, kennt die Strapazen.

Gründung: 5. Juli 1890

Die Gründung der Feuerwehr in Auerbach (Link zu einer pdf-Datei von Andreas Brückmann) Andreas Brückmann legte eine Geburtsurkunde des Vereins vor: Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 5. Juli 1890. 1892 berichtete der BA von einem Umzug der Wehr in „kleidsamer Uniform“, die durch eine Christbaumverlosung finanziert wurde. Die Stunde 0 (Link zu einer pdf-Datei von Andreas Brückmann) Eine Parallele zur Gegenwart: Auch heute sei die Feuerwehr bestrebt, durch Engagement, durch Veranstaltungen und Spenden Gelder zu erwirtschaften, um in die eigenen Arbeitsbedingungen investieren zu können. Gegenwart (Link zu einer pdf-Datei von Andreas Brückmann)

Dass sich trotz aller Kontinuität im Zeitalter der Neuen Medien vieles verändert hat, steht auFeuerwehr Ehrung 2015ßer Frage. Der Referent markierte in seinem interessanten Vortrag die roten Fäden, die als Konstante die 125 Jahre durchziehen: „Die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr, die Hilfsbereitschaft für andere, ein hohes Engagement und ein gutes Gespür für eine Balance zwischen Tradition und Modernität.“ moni © Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 17.11.2015

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