Neue Nutzung durch die Brauerei – Kino in Auerbach

24. Januar 2010

von Hannelore Volk

Von der Bierbrauerei Böttinger zum Holzwurm –

Brauereiwesen und Gaststätten an der Darmstädter Straße in Auerbach

5. Kapitel

Außer den örtlichen Fest- und Tanzveranstaltungen wurden im Saal der Brauerei auch Ausstellungen präsentiert und immer öfter auch Filme (Wanderkino) vorgeführt. Die Gemeinde lehnte es noch 1925 ab, ein Kino in Auerbach zu genehmigen. Zur Begründung führt man aus, dass die Jugenderziehung in hohem Maße darunter leiden würde. Margarethe Orlovius und Elisabeth Steinbeck gründeten dann aber schon 1926 ein Lichtspieltheater mit 200 Plätzen. Die Vorstellungen fanden an zwei Tagen in der Woche in dem Brauereisaal statt. Von dem Kinobetrieb profitierte auch die öffentliche Hand, denn die Vergnügungssteuer betrug damals 12 Mark im Monat. 1927 entstand der erste Tonfilm und der Erfolgszug der Kinos begann. Sebastian Weilmünster, der in Bensheim bereits ein Kino betrieb, übernahm 1930 die Lichtspiele in Auerbach und baute einen Vorführraum an. Das Anwesen hatte jetzt die Hausnummer 23. Ab dem Jahr 1935 wurde der Kinobetrieb von Wilhelm van Pee übernommen.

Advertisements